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Mitteldeutsche Autorinnen


Dokumentation

Amelia – Newsletter der Autorinnenvereinigung e.V. – Februar 2009

www.autorinnenvereinigung.de

Die Autorinnenvereinigung ist das erste und einzige Netzwerk für Schriftstellerinnen und Autorinnen aller
Genres, die in deutscher Sprache schreiben und publizieren.

Liebe Autorinnen,
auch in diesem Monat haben wir wieder spannende Themen für euch. Maike Stein stellt in einem Kurzportrait die Schirmherrin des Autorinnenforum 2009 Marion Poschmann vor, Johanne Jakobian
erinnert an Muriel Spark, Melsene Laux lädt uns zu einem Schreiburlaub in ihr Haus nach Südschweden ein und ich berichte vom 1. Mitteldeutschen Autorinnentreffen. Daneben gibt es spannende Termine und wir
erinnern euch noch einmal daran, dass die website der Autorinnenvereinigung so interessant ist, wie wir sie gemeinsam machen. Soll heißen, wir fordern Euch auf, die Seiten mehr für eure eigenen literarischen
Anliegen zu nutzen. Wie das geht, darüber informieren wir euch unter der Rubrik „das Aushängeschild der AV“.
In eigener Sache möchte ich alle Autorinnen, die noch auf eine Rezension von mir warten, um ein wenig Geduld bitten. Ich habe im Dezember einen neuen Job begonnen und leite jetzt ein Team von 16
Mitarbeiterinnen. Die Einarbeitungszeit ist stressig und zeitintensiv, so dass ich weder im Dezember noch im Januar die Zeit hatte, Bücher zu rezensieren. Ich hoffe, spätestens im Monat Februar wieder mehr
Schreibzeit zu haben und verspreche, dass ihr spätestens im März wieder eine Rezension von mir lesen könnt. Bis dahin habt bitte Geduld und lasst Euch nicht davon abhalten, uns eure Neuerscheinungen
zukommen zu lassen. Besprochen werden sie auf jeden Fall.

Gute Ideen, etwas mehr Sonne und viel Schreibenergie wünscht die Redaktion Sylvia Tornau
redaktion@autorinnenvereinigung.de

Inhalt
1. Das Aushängeschild der AV
2. Autorinnenforum 2009
3. Bedrohte Autorinnen
4. Ein Zimmer für sich allein
5. Autorinnentreffen
6. Termine
7. Zum Schluss

1. Das Aushängeschild der AV / Sylvia Tornau
Die Seiten der Autorinnenvereinigung werden so aktiv genutzt, wie wir sie interessant machen. An dieser Stelle sei noch einmal deutlich darauf hingewiesen, dass wir alle da sicher noch einige Kapazitäten offen haben. Als alter PR Tante fällt mir dazu der Spruch eines Kollegen ein: ‚Jeder Nagel, den wir in die Wand schlagen, ist PR‘. Soll heißen: die Autorinnenvereinigung ist, was wir daraus machen und wir werden so aktiv oder inaktiv wahrgenommen, wie wir aktiv oder inaktiv unseren Informationsträger website nutzen. Wir alle sind die AV, auch wenn wir mitunter gern den aktiven Vorständlerinnen die Aktivitäten überlassen. Also ganz konkret: die Rubriken unserer website – www.autorinnenvereinigung.de -brauchen ständig Futter. Unter Aktuelles, unter News, im Kalender und unter Neuerscheinungen könnte Alles stehen, was die Mitfrauen der AV tun und publizieren und gewinnen. Das hat für die, die diese Möglichkeiten nutzt den Vorteil, dass sie für sich selbst und ihr Werk Selbstmarketing betreibt und hat
gleichzeitig den Effekt, dass die Seiten belebter und dadurch auch für Außenstehende interessanter werden. Also ihr Schreiberinnen, raffen wir uns auf und informieren uns über unser literarisches Treiben. Schickt bitte viele kurze fertige Texte an die Emailadresse von Jay (Dr. J. Monika Walther): JMonikaWalther@aol.com.

2. Autorinnenforum Berlin – Rheinsberg 2009
Das verflixte Fehlerteufelchen / Hinweis der Redaktion
Bei der Ausschreibung zum Autorinnenforum 2009 hat sich ein Fehler eingeschlichen. Die im Internet angegebene Adresse stimmt nicht. Bitte sendet eure Wettbewerbsbeiträge an: Christine Thiemt, Stäffelesbrunnenweg 3/1, 74172 Neckarsulm. Alles andere der Ausschreibung gilt unverändert.

Schirmherrin Marion Poschmann / von Maike Stein
Die Themenvorgabe „Am Rande des Abgrunds ist die Aussicht schöner“ des diesjährigen Autorinnenforums scheint geradezu passend zur Schirmherrin Marion Poschmann ausgesucht worden zu sein, die in ihrem Werk immer wieder von Figuren in extremen Situationen erzählt. Die Schriftstellerin wurde 1969 in Essen geboren und sagt über sich:  „Ich wollte schon als Kind Schriftstellerin werden, ich habe immer in der Literatur gelebt. Lange Zeit habe ich heimlich geschrieben. Aber plötzlich hatte ich das Gefühl, dies ist jetzt das erste eigene Gedicht, jetzt wird es ernst.“ (DIE ZEIT 14.04.2005)
Sie studierte Germanistik, Philosophie und Slawistik und machte eine Ausbildung zur Poesiepädagogin, sie unterrichtete Deutsch im Rahmen des deutsch-polnischen Grenzprojekts „Spotkanie“. Heute lebt sie als freie Schriftstellerin in Berlin, wohin es sie 1992 zum Studium verschlug. Ihr bisheriges Werk umfasst mehrere Romane, Gedichtbände und eine Novelle:
Hundenovelle, Frankfurter Verlagsanstalt, 2008 (Novelle)
Schwarzweißroman, Frankfurter Verlagsanstalt, 2005 (Roman)
Grund zu Schafen, Frankfurter Verlagsanstalt, 2004 (Gedichte)
Baden bei Gewitter, Frankfurter Verlagsanstalt, 2002 (Roman)
Verschlossene Kammern, Zu Klampen Verlag, 2002 (Gedichte)
Sie erhielt diverse Preise und Stipendien für ihre Arbeiten: 2003 den Wolfgang-Weyrauch-Förderpreis, 2004 ein Stipendium der Deutschen Akademie Rom Villa Massimo, 2005 den Literaturpreis Ruhrgebiet, 2006 den Literaturförderpreis der Stadt Meersburg, 2007 den Förderpreis NRW, 2007/08 ein Stipendium des Deutschen Literaturfonds, um nur einige zu nennen.
Mit der Autorinnenvereinigung e.V. arbeitete sie das erste Mal 2007 zusammen, als sie für die Anthologie
„Dünn ist die Decke der Zivilisation – Begegnungen zwischen Schriftstellerinnen“ (Ulrike Helmer Verlag 2007, Hrsg. Maike Stein für die AV) einen Beitrag über Friedrike Mayröcker schrieb.

3. Bedrohte Autorinnen / von Johanne Jakobian
Muriel Spark, geboren am 1. Februar 1918
Zwischen E- und U-Literatur wird Spark oft abgelegt. Nicht zu Unrecht: Souverän hält sie jede Handlung mit noch so vielen Figuren in Gang und schreibt pointierte Dialoge. Dahinter steht jedoch die Frage nach dem Sinn (des Lebens, der Anstrengung, der Liebe, des Glaubens) und Sparks oft verstörende Antworten.
Die Schottin ging nach einer gescheiterten Frühehe nach London. Sie fand Anschluss an Literatenkreise und gab eine Zeitschrift heraus. 1954 wurde sie katholisch. Ihrem ersten Roman 1957 folgten 22 weitere, von denen die meisten erfolgreich und etliche auch verfilmt wurden. Spark starb 2006 in Florenz.
Als Einstieg empfohlen: „Memento Mori“. Alte Menschen bekommen mysteriöse Anrufe: Bedenken Sie, dass Sie sterben müssen. Jeder reagiert anders. Manchen packt das Grauen, andere „sterben aufwärts“.                                           Ein bisschen Krimi ist auch dabei. Leserinnen finden das interessant, ja unterhaltsam. Nur wenige Männer können zuende lesen. Der Test lohnt sich!

4. Ein Zimmer für sich allein / von Melsene Laux
Ein Zimmer für sich allein?
„Was man selbst nicht bekommen kann, sollte man doch gerne anderen anbieten, damit es wenigstens in der Welt ist“:
Biete kostenlosen Aufenthalt in meinem Haus in Südschweden für jeweils eine Autorin, die sich in ruhiger Waldlandschaft erholen und auch von dem Umfeld inspirieren lassen möchte. Im hiesigen Ort haben immerhin zwei bekannte schwedische Schriftstellerinnen gelebt, deren Werk teils ins Deutsche übersetzt wurde. Zu Unrecht sind sie in Vergessenheit geraten.
Mein Gast hat ein eigenes Zimmer und kann ansonsten die Gegebenheiten des Hauses und Gartens nutzen. Nähere Informationen per mail melsene.laux@gmail.com

5. Autorinnentreffen
1. Mitteldeutsches Autorinnentreffen in Leipzig / von Sylvia Tornau
Am 17.01. war Premiere. Die Leipziger Autorinnen Marion Pelny und Sylvia Tornau luden unter dem Dach der Autorinnenvereinigung zum 1. Mitteldeutschen Autorinnentreffen. Von 15 angemeldeten Autorinnen konnten zwei aus kurzfristigen Termingründen nicht erscheinen, drei Frauen bleiben ohne Begründung fern. Für die 10 Autorinnen aus Leipzig, Halle, Magdeburg und Sangerhausen war das erste Treffen sehr arbeitsintensiv und erfolgreich. So wurden die Modalitäten festgelegt, unter denen die Frauen miteinander arbeiten wollen. Es gibt pro Jahr vier feste, als Textwerkstatt deklarierte Termine in den Räumen der Frauenkultur in der Windtscheidtstraße 51, 04277 Leipzig (das ist auch die Postadresse des Mitteldeutschen Autorinnentreffens). Die nächsten Treffen für 2009 sind der 18.04., der 29.08. und der 21.11. jeweils 10 bis 16 Uhr. Der Wunsch der Frauen an die Inhalte der Treffen lag neben den
Textwerkstätten vor allem im Austausch und der gegenseitigen bzw. gemeinsamen Fortbildung. So sind für August und September jeweils Workshops an unterschiedlichen Orten, z.B. in der Denkmalschiede Höfgen geplant.
Autorinnen aus Mitteldeutschland sind herzlich willkommen.

6. Termine
Lesung Carmen Rohrbach / von Ute Hacker

Nach einem fulminanten Start im Januar – Sylvia Kabus stellte uns ihr Buch „Weiß wie Schnee“ vor – geht es im Februar nicht minder spannend weiter! Carmen Rohrbach wird uns am 4. Februar einen Einblick geben in ihr Leben
Als Frau allein unterwegs: Von Mut und Angst, allein zu reisen                                                                                                   Carmen Rohrbach weiß, wovon sie spricht, wenn es ums Alleinreisen geht. Sie ist allein durch den Jemen gereist -1000 Kilometer auf dem Kamel. Sie war monatelang in der Mongolei unterwegs, ist auf einem Esel dem Jacobsweg in Frankreich gefolgt und hat Patagonien durchstreift. Als 25Jährige versuchte sie die Flucht aus der ehemaligen DDR, schwamm kilometerweit durch die Ostsee – weil sie wegen ihrer Westverwandtschaft ihren Beruf als Biologe nicht ausüben konnte, denn sie erhielt nicht einmal Forschungsaufträge in sozialistische Länder, wie Kuba, Mongolei oder in die Sowjetunion. Carmen Rohrbach beschreibt, wie Mut und Angst untrennbar mit ihrem Wunsch zu reisen, verbunden sind und wie sich diese Tatsache bei ihren Reisen selbst auswirkt. Sie gibt Einblicke in ihre Erfahrungen mit
Grenzüberschreitung, erzählt wie das Wechselspiel aus Reisen und Schreiben zu ihrer Lebensform geworden ist und welche Bedeutung darin Realität und Phantasie, Sinnsuche und Sinnerfüllung zukommt.                                                        Wir treffen uns wie immer in den Räumen der FAM, Auenstraße 31, Nähe Baldeplatz. Beginn ist 19 Uhr.
Bitte gebt mir kurz Bescheid, ob ihr kommen könnt. Das eine oder andere Getränk sowie Knabberzeug ist immer willkommen!

Reif für die Bühne? Dramatikerinnenwettbewerb NRW 2009 / von Dr. Mechthilde Vahsen
Das Frauenkulturbüro NRW lobt 2009 in Zusammenarbeit mit dem Institut für Bildung und Kultur in Remscheid, dem Literaturbüro Ruhr in Gladbeck und dem Forum Freies Theater (FFT) in Düsseldorf einen Stücke-Wettbewerb für Dramatikerinnen aus. Das Besondere an diesem Wettbewerb ist die Zielgruppe:
Senioren. Mit dem Wettbewerb sollen Dramatikerinnen angeregt werden, Stücke für Seniorentheater zu schreiben. Die Tatsache, dass immer mehr ältere Menschen das Theaterspielen für sich entdecken, hat in der Vergangenheit mehr als 50 Generationen- und Seniorentheatergruppen allein in Nordrhein-Westfalen entstehen lassen. Allerdings kommen viele Gruppen häufig nicht über die Aufführung selbst erarbeiteter Szenen hinaus, da die meisten Literaturvorlagen unüberbrückbare Schwierigkeiten für Amateurtheater beinhalten, wie z.B.: zu lange Stücke, zu lange Dialoge, zu wenig weibliche Rollen. Um diesem Mangel an geeigneten Stücken zu begegnen, sollen Stücke speziell für Seniorentheater geschrieben werden.Der Wettbewerb wendet sich an professionelle Dramatikerinnen, die in Nordrhein-Westfalen geboren sind, hier arbeiten oder leben. Bis zum 12. Juni 2009 können die Stücke beim Frauenkulturbüro NRW e.V.
eingereicht werden. Das von einer Fachjury ausgewählte Stück wird Ende November 2009 im Forum Freies Theater in Düsseldorf ausgezeichnet. Die Autorin erhält ein Preisgeld von 2.500€. Eine Uraufführung des prämierten Stückes ist für 2010 geplant. Die Veröffentlichung einer Auswahl der besten eingereichten Stücke ist geplant.
Begleitende Unterstützung für potentielle Wettbewerbsteilnehmerinnen bietet das Literaturbüro Ruhr mit einem Workshop. Vom 24. bis 26. April 2009 können sich Dramatikerinnen in einem Seminar auf die speziellen Anforderungen des Wettbewerbs vorbereiten. Siehe dazu www.literaturbuero-ruhr.de

7. Zum Schluss
„Auch Schreibflüsse müsste man da und dort eindämmen, stauen oder renaturieren.“
© Brigitte Fuchs, (*1951), Schweizer Autorin, Lyrikerin, Sprachspielerin

Ansprechpartnerinnen in der Autorinnenvereinigung e.V.
Ein kleiner Wegweiser unter dem Gesichtspunkt: Wen erreichen Sie unter welcher Email-Adresse:
Kontakt zum Vorstand bekommen Sie über J. Monika Walther und die Adresse:
vorstand@autorinnenvereinigung.de
Für Presseinformationen über die AV wenden Sie sich an Ulrike Budde die Adresse:
presse@autorinnenvereinigung.de
Beiträge für diesen Newsletter schicken Sie an Maike Stein unter:
redaktion@autorinnenvereinigung.de
Und wie treten Sie in die Autorinnenvereinigung ein? Sie informieren sich unter
www.autorinnenvereinigung.de Sie laden das Aufnahmeformular herunter oder Sie mailen einfach dem
Vorstand. Je mehr wir werden, umso besser für jede.
Die Kontaktadressen für die Autorinnentreffen haben sich geändert, ab sofort gelten die folgenden
Emailadressen:
autorinnentreff.stuttgart@autorinnenvereinigung.de
autorinnentreff.duesseldorf@autorinnenvereinigung.de
autorinnentreff.muenchen@autorinnenvereinigung.de
autorinnentreff.leipzig@autorinnenvereinigung.de
autorinnentreff.muensterland@autorinnenvereinigung.de
autorinnentreff.berlin@autorinnenvereinigung.de
autorinnentreff.dortmund@autorinnenvereinigung.de
autorinnentreff.friesland@autorinnenvereinigung.de
autorinnentreff.frankfurt@autorinnenvereinigung.de
In Ihrer Region / Stadt gibt es noch keinen Autorinnentreff? Sie möchten einen gründen und suchen
Unterstützung? Wir helfen gerne weiter: vorstand@autorinnenvereinigung.de

Die Kontoverbindung für Mitgliederbeiträge und Spenden:
Autorinnenvereinigung e.V.
Sparkasse Westmünsterland BLZ 401 545 30
Kontonummer 351 33024

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