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Mitteldeutsche Autorinnen


Rückblicke

Rückblick 1. Mitteldeutsches Autorinnentreffen

Am 17. Januar 2008 fand das erste Treffen mitteldeutscher Autorinnen in der Frauenkultur Leipzig, Windscheidtstraße 51, statt. Es hatten sich 15 Frauen angemeldet, von denen letztlich 10 erschienen. Bei diesem ersten Treffen wollten wir vor allem sondieren, mit welchen Wünschen und Vorstellungen wir hierher gekommen sind und in welcher Weise wir uns eine Realisierung vorstellen können.

Nach einer Vorstellungsrunde, in der wir uns mit kurzen Textbeispielen bekannt machten, war schnell klar, dass sich ein breites Spektrum an Autorinnen eingefunden hatte, sowohl aus dem journalistischen Bereich als auch dem belletristischen und dem Bereich Fachliteratur. Umso wichtiger war es, bei aller Unterschiedlichkeit herauszufinden, wo unsere gemeinsamen Interessen liegen und sich gemeinsame Ziele und daraus resultierende Vorhaben ableiten lassen.
Um dem auf die Spur zu kommen, stellten wir uns drei Fragen:
1. Was fehlt mir als Autorin?
2. Was erwarte ich von den Treffen?
3. Was kann ich in die Arbeit einbringen?

Hier die Ergebnisse:
1. Was fehlt mir als Autorin?

  • Textkritik von Fachfrauen, Gleichgesinnten, Rückmeldungen
  • Selbstverständnis als Autorin, Selbstvertrauen
  • Kommunikation über / während Schreibprozess, fachlicher Austausch- und Reflexionsmöglichkeit, kreatives Miteinander
  • Motivation aufgrund fester Termine, Anreiz zum Schreiben,eine „Hängematte“ für das Gefühl: Anfangen. Jetzt!
  • Vernetzung
  • Handwerkszeug
  • Partnerinnen
  • Hilfestellung: Wie realisiere ich meine inhaltlichen Ziele? Rückmeldung und Hilfe bei der Klärung der Frage: Was ist mein Genre?
  • Zeit, Geld (für Projekte) und Unabhängigkeit
  • die spezifische Aufgabenstellung eines Projektes
  • Verständnis
  • Inselatmosphäre (ohne Druck, Verpflichtungen und Alltagsstress an Texten arbeiten können)
  • die nötige Ruhe, um konsequent an längeren Projekten zu arbeiten
  • Einheit von Leben und Schreiben
  • Unterstützung in der Öffentlichkeitsarbeit (Presse, Lesungen, Ausstellungen, Rezensionen)
  • Erfahrung im Umgang mit Verlagen
  • Kenntnisse zu vertraglichen Fragen
  • Auftrag für eine Biografie bzw. ein Lernprojekt für eine Biografie
  • Kontakt zu einem Medium für Musik- und Reisejournalismus

Kernpunkte sind dabei offensichtlich Fragen des Selbstverständnisses als Autorin sowohl im Sinne eines Selbst-Bewußt-Seins als auch im Sinne der Reflexion und Selbstreflexion des eigenen Schreibens. Nicht alles, was wir als Autorinnen brauchen, das wurde schnell klar, können wir über die Autorinnentreffen auffangen. Aber, wie sich bei den nächsten Punkten zeigen sollte, doch eine ganze Menge Anregung und Unterstützung bieten.

2. Was erwarte ich von den Treffen?
Hier wurden eine ganze Menge von Aspekten zusammengetragen, die wir durch ein Punktvergabesystem auf ihre Prioritäten hin prüften. Das ergab schließlich folgendes Bild:

  • Workshops, Wochenendworkshops (auch gegenseitige Weiterbildung)                                      (7 Punkte)
  • Mailingliste (Infoaustausch)           (5 Punkte)
  • regelmäßige Treffen                             (4 Punkte)
  • Textwerkstatt (Austauschen, Vorlesen, Diskutieren,Unterstützung bei der Umsetzung von Ideen, Impulse, Arbeit direkt am Text)                                                                                              (4 Punkte)
  • (geförderte) Projektarbeit (gem. Schreibprojekt)                                                                                (3 Punkte)
  • Lobby- und Öffentlichkeitsarbeit  (2 Punkte)
  • gegenseitiger Textaustausch (Lesestoff tauschen)                                                                             (2 Punkte)

ohne weitere Rangfolge wurden benannt:

  • Website für die Gruppe
  • gemeinsame Aktivitäten/Unternehmungen (z.B. gem. Besuch Buchmesse, Vorträge etc.)
  • themenorientierte Veranstaltungen, Fachseminare (z.B. zu den Themen Psychodrama, Lyrik, Kurzgeschichte, journalistische Texte)
  • Netzwerk (mit anderen Autorinnen, mit anderen Gruppen,Ansprechpartnerinnen für mir fehlende Informationen, Partner für Projekte: Medien, Verlage etc.)
  • Struktur (Regelmäßigkeit, Verbindlichkeit, Zeitrahmen)

Schwerpunkt war dabei ganz klar das Interesse an fachlichem Austausch, an Textkritik und an Informationsaustausch.

3. Was kann ich in die Arbeit einbringen

Die Beantwortung dieser Frage brachte für die Initiatorinnen Marion Pelny und Sylvia Tornau den größten Gewinn, denn hier wurde erfreulicherweise deutlich, dass jede Frau in dieser Runde etwas einzubringen hat und bereit ist, sich für und in diesen Treffen zu engagieren. Dabei geht es oft gar nicht um zusätzliche Aktivitäten, sondern darum, vorhandene Potentiale zu nutzen und den anderen zur Verfügung zu stellen. Konkret sah das so aus:

  • Juliane könnte sich vorstellen, einen Schnuppertag zum Thema Psychodrama anzubieten.
  • Anne würde helfen, die Mailingliste zu organisieren und würde gern auch Impulse einbringen, die nicht nur literarischer Art sind, z.B. zum Thema Tanz oder Film.
  • Marion R. kann Unterstützung bieten beim Verfassen und Versenden von Pressemitteilungen über ihren Presseverteiler, kann Informationen über Veranstaltungen weitergeben, Kontakte vermitteln und bei der Organisation von Workshops und Treffen in Sangerhausen mithelfen.
  • Grit kann Workshops anbieten zu Themen wie: Wie mache ich ein Buch? oder Wie gewinne ich den Zugang zu meiner eigenen Kreativität? Außerdem würde sie ihren Verlag für Veröffentlichungen zur Verfügung stellen, so dies in ihr Verlagskonzept passt. Sie könnte auch eine Seite auf ihrer Website zur Verfügung stellen und die Mailingliste mit pflegen.
  • Marion P. würde die Moderation der Treffen im Wechsel mit Sylvia übernehmen und sich um die Koordination der organisatorischen Aufgaben kümmern
  • Karena hat Zeit zu bieten, könnte zum Beispiel Recherchen im Internet übernehmen oder sonstige Dinge, die von anderen aus Zeitgründen nicht realisiert werden können.  Sie verfügt außerdem über Erfahrungen in der Werkstattarbeit und im Aufbau von Netzwerken.
  • Kathrin könnte einen Workshop zu Verlagssuche, Grundlagen Marketing, Zuschussverlagen und ähnlichen Themen anbieten. Außerdem hat sie umfangreiche Informationen zu Schreibschulen, Stipendien und ähnlichem gesammelt, die sie gern zur Verfügung stellt.
  • Elke P. verfügt über nutzbare Kontakte für Öffentlichkeitsarbeit, zu VeranstalterInnen und Verlagen. Da sie eine Zeit in Irland verbrachte, könnte sie auch ein Projekt zum Thema Irland anbieten.
  • Sylvia würde eine Website als Blog erstellen, sich um die Mailingliste kümmern und im Wechsel mit Marion die Moderation der Treffen übernehmen. Außerdem bietet sie an, Rezensionen zu Büchern der Autorinnen aus der Gruppe zu schreiben, die im Newsletter der Autorinnenvereinigung, bei Xing und auf unserer Blogseite veröffentlicht werden.

Schließlich mündeten unsere Überlegungen in folgende konkrete geplante Aktivitäten:
1.    Wir treffen uns vier Mal im Jahr in der Frauenkultur Leipzig e.V. jeweils 10:00 bis 16:00 Uhr und zwar an folgenden weiteren Terminen:
–    Samstag, dem 18. April
–    Samstag, dem 29. August
–    Samstag, dem 21. November
2.    Wir organisieren Workshops / Werkstätten nach Bedarf, möglichst an verschiedenen Orten. Hier sind die Ideen und das Organisationstalent der teilnehmenden Frauen gefragt. Wer eine Veranstaltung organisieren möchte, bei den Treffen oder per Email mitteilen und loslegen!
3.    Ein Wochenendworkshop jährlich in der Denkmalschmiede Höfgen www.hoefgen.de

  • Termin 18.09. bis 20.09.2009

4.    Projekttag im Künstlergut Prösitz

  • Termin: 27. Juni 2009

5.    Sylvia hat die Möglichkeit, eine Blog-Website zu erstellen.

  • Geplanter Termin: Ende Februar

6.    jede Autorin, die sich mit einem Kurzprofil auf unserer Seite vorstellen möchte, sendet dieses bitte mit Bibliografie und Foto (wenn vorhanden und erwünscht) an Sylvia

7.    Die Postanschrift für das Autorinnentreffen ist die Frauenkultur, wer also etwas per Post zu verschicken hat, Werbematerial oder ähnliches, schickt es bitte an
Mitteldeutsches Autorinnentreffen
c/o Frauenkultur Leipzig e.V.
Windscheidstr. 51
04277 Leipzig

Planung nächstes Treffen:
Wegen des hohen Bedarfes an fachlichem Austausch haben wir beschlossen, das nächste Treffen am 18. April 2009 der Textkritik zu widmen. Frauen, die dort Texte vorstellen möchten, melden sich bis spätestens 31. März an und schicken die Texte, die sie vorstellen möchten bitte per Mail an Email
Einzureichender Textumfang: max. 10 Seiten (auch Ausschnitte aus längeren Texten sind möglich) Normseiten: 30 Zeilen à 60 Zeichen entspricht etwa 1.500 Zeichen, oder maximal 5 Gedichte.

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