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Mitteldeutsche Autorinnen

Rezensionen (AV)

Hier findet Ihr Besprechungen von Publikationen von Mitfrauen der Autorinnenvereinigung Deutschland.

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º „Der zugang ist gelegt – gedichte & fließtexte“ von Bärbel Klässner

Dienstag, 02.06.2009

rezensiert von Sylvia Tornau

Der Titel „Der zugang ist gelegt“ von Bärbel Klässner ließe sich auch übersetzen als ein Willkommen im Leben. Das hier beschriebene Leben ist mal bunt, mal grau, mal blau, violett, türkis, blutrot. Mal ist es neblig, mal macht es Pickel. Vor allem macht es nicht halt. Vor keinem Thema scheut diese wortzersetzende, fabulierwütige Autorin zurück. Mal mit Humor und mal mit Wehmut, aber immer mit der lustvollen Wortgewalt einer Vollblutlyrikerin zwingt Bärbel Klässner die LeserInnen ihr zu folgen. Augenzwinkernd und mit Worten prügelnd lockt sie uns ins fette Leben. Lesen Sie weiter.. »

º „Blauer Garten“ Anthologie zum 3. ALFA-Wettbewerb

Donnerstag, 26.02.2009

Rezension von Sylvia Tornau

Anthos bedeutet im Griechischen „Blüte“. Eine Anthologie ist nach Meyers Lexikon die Blütenlese, eine Sammlung thematisch ausgewählter Gedichte, Sprüche und kurzer Prosastücke. Die Blüten dieser Anthologie sind allesamt blau. Ich stelle mir beim Lesen eine Kette vor, eine Kette mit blauen Blüten aus unterschiedlichen Materialien. Da finden sich Plastikblüten, neben Holzblumen, Schaumkorallen und Türkise neben Achat und Sodalith. Eine Kette, nicht nach jedermanns Geschmack in der Aneinanderreihung von Formen und Materialien unterschiedlicher Bearbeitungsstände. Lesen Sie weiter.. »

º Ina Dentler: „Im Schatten der Schwester“

Donnerstag, 26.02.2009

Rezension von Sylvia Tornau                                                                                                                                                                                Ich bin Dein Vergissmeinnicht

In Ina Dentlers Roman „Im Schatten der Schwester“ scheint sich auf den ersten Blick alles um Berti, die Schwester der Protagonistin Ellen, zu drehen. Berti, die sich aus dem Leben schlich, geliebt als Kind von Schwester und Eltern, sich dem Leben verweigerte, dem sie sich durch Magersucht entzog. Eine Sucht, die unerkannt und verschwiegen unweigerlich mit dem Tod endete.  Berti, die im Leben der Schwester immer wieder als Schatten auftaucht. Ein Vergissmeinnicht. Lesen Sie weiter.. »

º Bille Haag: „Der Abfahrer und wie ihm das Leben entgegenkam“

Donnerstag, 26.02.2009

Rezension von Sylvia Tornau                                                                                                                                                                                     von Einem der auszog um davonzufahren

In Bille Haags Erstling „Der Abfahrer und wie ihm das Leben entgegenkam“ dreht sich alles um den Protagonisten Alfred Zarteck. Ein Fünfzigjähriger der das Image des Steppenwolfs, des Easy Rider pflegt, einer der verstanden, entdeckt werden will. Der keine Freunde hat, weil er die Menschen in seinem Umfeld benutzt für seine Stimmungen, seine Ideen, zum Auffüllen seiner Leerläufe. So wie Uta und Klaus, die ihm immer zur Verfügung stehen, ihm Obdach gewähren, wenn er sich wieder einmal verlaufen hat im eigenen Leben, im Schmollen, im sich Ungerecht-Behandelt-Fühlen. Denen es nur unter größter Kraftanstrengung gelingt, ihm ein kleines Nein entgegenzusetzen. Lesen Sie weiter.. »